Archiv mit Nachrichten

Der 30. November 2020 ist der 40. Jahrestag der Unterzeichnung der Enzyklika Johannes Paul II „Dives in misericordia“. Sie ist das erste pästliche Dokument in der Geschichte der Kirche, das sich ganz dem Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes und der Menschen widmet. Obwohl Johannes Paul II darin kein einziges Mal die Heilige Faustina erwähnt und sich nicht direkt auf ihr geistiges Erbe bezieht, schrieb er in dem Dokument die grundsätzliche Botschaft aus ihrem „Tagebuch“ nieder. In dieser Botschaft geht es um die Erinnerung an die biblischen Wahrheit der barmherzigen Liebe Gottes zum Menschen und die Verkündigung der Botschaft der modernen Welt mit neuer Kraft durch Zeugnis des Lebens, der Taten, der Worte und Gebet. Die Übereinstimmung der Botschaft in den beiden Werken ist nicht nur bemerkenswert bezüglich der Darstellung des Geheimnisses der Barmherzigkeit Gottes als größtes Attribut der Heiligen Dreifaltigkeit, sondern auch bezüglich der Betrachtung des Konzeptes der Barmherzigkeit. Beide Heiligen aus Krakau zeigen die Schönheit und den Reichtum richtig verstandener Barmherzigkeit. Darüber hinaus lesen wir in beiden Werken über dieselben Aufgaben, die sich aus dem Erkennen und Erleben der barmherzigen Liebe Gottes ergeben. Dies sind folgende: Verkündigung des Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes, Ausübung von Barmherzigkeit und Erbeten von Gottes Barmherzigkeit.

Obwohl die Enzyklika „Dives in misericordia“ und das „Tagebuch“ unterschiedliche Genres von Werken sind, ist die in ihnen enthaltene Botschaft eigentlich gleich: Das Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes, das den Kern der Bibel und der Erfahrung jedes Menschen darstellt.

Sie beide zeigen auf komplementäre Weise, was Gottes Barmherzigkeit ist und wie unverständlich Seine Größe und Kraft des Handeln im Leben der Menschen und der Welt sind. Danke dieser Dokumente kann die Kirche des 20. und 21. Jahrhunderts aus theologischer und mystischer Perspektive, die in der Bibel offenbarte Wahrheit besser verstehen und leben.

Das Erzdiözesanmuseum in Tarnów hat eine Ausstellung vorbereitet, die der Person von Pater Józef Andrasz, einem Beichtvater aus Krakau und dem geistlichen Begleiter der hl. Schwester Faustina, gewidmet ist, der sich nach ihrem Tod für die Mission der Verkündigung der Barmherzigkeitsbotschaft eingesetzt hat. Unter seiner Leitung ist das Bild des Barmherzigen Jesus von Adolf Hyła entstanden, das im Sanktuarium in Łagiewniki für seine Gnaden bekannt ist. Aus seiner Initiative wurden gleich nach dem II. Weltkrieg Erinnerungen an Schwester Faustina gesammelt und das Büchlein „Barmherzigkeit Gottes… wir vertrauen auf Dich“, das die Andacht zur Barmherzigkeit Gottes in der ihr übertragenen Form verbreitet, wurde in viele verschiedene Sprachen übersetzt und hat enorm zur Popularisierung dieser Andacht in vielen Ländern der Welt beigetragen. Auf der Ausstellung werden mit Pater Andrasz verbundene Erinnerungen präsentiert: Typoskripte, Fotografien und wissenschaftliche Veröffentlichungen, Übersetzungen vieler Mystiker und Theologen der Spiritualität. Es gibt auch Ornate mit dem Herz-Jesu-Bild, das Ordenskleid der Jesuiten, den Brevier, den Rosenkranz und den Stab, den Pater Andrasz am Ende seines Lebens benutzte. Die Ausstellung ist bis zum 20. Januar 2021 geöffnet.

Die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit warnt vor dem Kauf unechter Reliquien der Heiligen Schwestern Faustina im Internet, u.a. auf:  https://www.catawiki.com/l/42181927-reliquary-metal-late-20th-century. Echte Reliquien der Apostelin der Barmherzigkeit Gottes stehen nur der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit zur Verfügung. Reliquien ersten und zweiten Grades gehen an die Gemeinden, Kirchen und Kapellen, in denen die Botschaft der Barmherzigkeit Gottes gepredigt wird und die Andacht zur Barmherzigkeit Gottes praktiziert wird. Reliquien dritten Grades – Leinen, auf denen die Gebeine der Heiligen Schwester Faustina ruhen – erhältlich in laminierten Bildern, Medaillons und Rosenkränzen sind für die Gläubigen zur privaten Verehrung vorgesehen.

Die Adventszeit rückt näher –  schrieb die hl. Faustina in ihrem „Tagebuch”– Ich will mein Herz auf die Ankunft des Herrn in Stille und Geistessammlung vorbereiten, indem ich mich mit derHeiligen Mutter verbinde und ihrer Tugend, der Sanftmut, durch die sie in den Augen Gottes selbst Gefallen fand, treu nachfolge. Ich vertraue darauf, dass ich an Ihrer Seite in diesem Entschluss ausharre (TB 1398). In diesem Jahr fällt der erste Adventsonntag auf den 29. November. In der Liturgie beginnt der Advent und gleichzeitig das neue liturgische Jahr der Kirche mit der Vesper am 28. November. Der Advent ist eine Zeit des freudigen Wartens auf Weihnachten, der geitlichen Vorbereitung auf dieses Fest und auf die Wiederkunft Christi  sowie eine Zeit des Empfindsam-Seins auf sein tägliches Kommen hier und jetzt – wie auch die hl. Faustina es gemacht hat. Von diesem Erwarten und der geistlichen Vorbereitung hängt die Freude ab, die diesem Geheimnis des Glaubens entspringt und die  von der Menschwerdung des Sohnes Gottes – der menschgewordenen Barmherzigkeit zeugt.

 

 

Der ZAEX-Verlag hat „Erinnerungen an die hl. Schwester Faustina” in slowakischer Sprache veröffentlicht, übersetzt von Schwestern der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit. Das Buch enthält 96 Erinnerungen von Menschen, die das Leben der heiligen Schwester Faustina miterlebt haben. Aus ihren Memoiren erfahren wir, wie die Apostelin der Göttlichen Barmherzigkeit aussah, wie ihr Temperament war, wie sie von ihrer Umgebung wahrgenommen wurde. Die Autoren der Memoiren verbergen weder Sympathie noch Unzufriedenheit mit dem beschriebenen Charakter. Die erste Ausgabe dieser Sammlung von Memoiren über die hl. Schwester Faustina wurde 2013 von der Kongregation der Schwestern der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit „Misericordia” herausgegeben. In seiner Buchbesprechung schrieb der Priester und Professor Stanisław Ziemiański SJ: „„Erinnerungen” ist eine faszinierende Lektüre. Durch die visuelle Beschreibung des Alltagslebens der zukünftigen Heiligen ermöglichen sie dem Leser eine unvergessliche Zeitreise und eine außergewöhnliche Begegnung mit der Fürsprecherin der Göttlichen Barmherzigkeit. Das Buch wurde zuvor in Französisch, Spanisch und Kroatisch veröffentlicht.“

In Zeiten der Pandemie, die alle Lebensbereiche berührt, ist die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit um so dankbarer allen Wohltätern und Spendern für ihre Unterstützung der apostolischen Werke, die von Tausenden von Internet-Benutzern und Sterbenden, die Gebetsunterstützung brauchen, in Anspruch genommen werden. Wir danken für die Gaben zur Unterstützung der Arbeit des „Barmherzigkeitsrosenkranzes für Sterbende”, der Online-Übertragung aus dem Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes und der Website: www.heiligefaustina.de. In diesen Herzensgaben ist die Barmherzigkeit Gottes sichtbar, die, indem sie sich der Menschen bedient, in die Welt ausgegossen wird. In ihren täglichen Gebeten empfehlen die Schwestern alle Spender und Wohltäter und bitten um Gottes Segen und die für sie notwendigen Gnaden. Möge die Barmherzigkeit Gottes in all dem verherrlicht werden!

Am 23. November 2020 findet das nächste Montagstreffen im Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki statt. Das Treffen ist dem Reflektieren des Katechismus der Katholischen Kirche, sowie dem Gebet vor dem gnadenreichen Bild des barmherzigen Jesus um am Grab der Heiligen Schwester Faustina für das Wiederbeleben des Glaubens in die eucharistische Anwesenheit Jesus und für die Priester gewidmet. Um 18.45 Uhr wird Priester Dr. Janusz Kościelniak eine kurze Reflexion in Anlehnung an die Artikel des Katechismus der Katholischen Kirche (88-95) führen. Im Mittelpunkt des Programms steht die Begegnung mit Jesus in der Eucharistie und die Anbetung des Allerheiligsten Sakraments mit individuellem Segen. Diejenigen, die physisch nicht im Sanktuarium sein können, laden wir ein, sich online über faustyna.pl mit uns zu verbinden.

Im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki, in der Kapelle mit dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina sowie in allen Kapellen der Kongregation wird während der Abendandacht der Rosenkranz für die Verstorbenen gebetet. U.a. für das gemeinsame Beten des Rosenkranzes in einer Kirche, öffentlichen Kapelle, in der Familie, in einer Ordensgemeinschaft, in einem religiösen Verein kann man den vollkommenen Ablass  unter bestimmten festgelegten Voraussetzungen erhalten. Den vollkommenen Ablass kann man in Polen auch für das Beten des Rosenkranzes zur Barmherzigkeit Gottes erlangen. Das Gebet, ist das große Gute, das man auf Erden denjenigen schenken kann, die sie schon verlassen haben und unsere Hilfe erwarten, denn sich selbst können sie nicht helfen. Die Barmherzigkeit gegenüber den Verstorbenen – wie auch jede gute Tat gegenüber den anderen  – ist auch ein Reichtum für diejenigen, die sie tun.

Menschen aus vielen Ländern der Welt, die an dem Werk des „Ständigen Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes” teilnehmen, beten nicht nur für eigene Anliegen, sondern auch für „Erbarmen für uns und für die ganze Welt“. Die genaue Intention für November: um ein Ende der Coronavirus-Pandemie, die notwendigen Gnaden für die Kranken, Sterbenden und das medizinische Personal und die Freude des Himmels für die Toten.

Das Werk des „Ständigen Rosenkranz” ist die Antwort auf die Bitte Jesu, ständig um „Barmherzigkeit für uns und für die ganze Welt” zu flehen. Es wird von der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit auf der Seite www.faustyna.pl seit 2011 geleitet. An dem Gebet kann jeder Internetnutzer teilnehmen, der das kurze Anmeldeformular ausfüllt und dich deklariert, mindestens einmal den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes, den Jesus der Heiligen Schwester Faustina diktierte, zu beten.

 

Der November ist ein besonderer Monat der Barmherzigkeit für die Verstorbenen, deren Seelen im Fegefeuer zur vollen Liebe reifen. Die Heilige Faustina besuchte diesen Ort in ihren mystischen Erlebnissen und beschrieb ihn in ihrem „Tagebuch” so: Ich erblickte den Schutzengel, der mir befahl, ihm zu folgen. Plötzlich befand ich mich an einem nebeligen, mit Feuer gefüllten Ort, und an ihm viele leidenden Seelen. Diese Seelen beten sehr inbrüstig, doch ohne Wirkung für sie selber, nur wir können ihnen zu Hilfe kommen. Die Flammen, die um sie brannten, berührten mich nicht. Mein Schutzengel berließ mich keinen Augenblick. Ich fragte sie Seelen, welches ihr größtes Leifen sei. Übereinstimmend antworteten sie mir, ihr größtes Leiden sei die Sehnsucht nach Gott. Ich sah die Gottesmutter, wie sie die Seelen im Fegefeuer besuchte. Sie Seelen nennen Maria „Stern der Meere”. Sie bringt ihnen Linderung. Ich wollte mehr mit ihnen reden, doch mein Schutzengel gab mir ein Zeichen zu gehen. Wir gelangten hinter die Tür dieses leidvollen Kerkers. Ich vernahm eine innere Stimme, die sagte: „Meine Barmherzigkeit will das nicht, aber die Gerechtigkeit befiehlt es.” (TB 20)

In Zeiten der Coronavirus-Pandemie sind Masken zu einem alltäglichen Gebrauchsgegenstand geworden. Wir tragen sie obligatorisch, egal welche Kleidung wir anziehen. Im öffentlichen Raum kann man ihre verschiedenen Muster, Formen und Farben sehen. Es gibt auch Masken mit einem Firmenschild oder einer Botschaft. Eben solche sind im „Misericordia”-Shop im Sanktuarium der Göttlichen Barmherzigkeit in Łagiewniki erschienen. Es ist leicht zu erraten, dass dies Masken mit den Worten: „Jesus, ich vertraue auf Dich” sind. Diese Worte drücken nicht nur das Wesen der Botschaft der Barmherzigkeit aus, mit der Jesus die heilige Faustyna in die ganze Welt sandte, sondern sind auch ein wirksames Gebet, wenn es mit der Erfüllung des Willens Gottes verbunden ist.  Johannes Paul II. hat gestanden: „Es gibt keine Worte, die aussagekräftiger sind als der einfache Satz, den Schwester Faustina weitergegeben hat. Jesus, ich vertraue auf Dich!”.

Das Lied, das die Schwestern aus der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit im Rahmen der Aktion #Hot16Challenge2 aufgenommen haben, hat bereits über 625 000 Aufrufe. Es soll nicht nur das Gesundheitswesen unterstützen, sondern auch, oder vor allem den Menschen die Botschaft der Barmherzigkeit Gottes vermitteln. Und genau das geschieht – das zeigen Stimmen von Menschen, die an das Kloster in Łagiewniki schreiben oder es anrufen, die Kommentare im Internet, Radio- und Fernsehsendungen, sowie die kurzfristig in Italien erstellte italienische Version des Lieds. Hier ist eine der vielen Stimmen: „So wie ich die Richtigkeit und Wahrhaftigkeit der Religion boykottiere (nicht die Existenz Gottes), so hatte ich doch Tränen in den Augen bei diesem Lied, da man sieht, dass diese Frauen wirklich daran glauben, was sie tun, und an die allgegenwärtige Barmherzigkeit Gottes in der Welt, die man einfach sehen wollen muss. Ich möchte so sehr in vielen meinen Überzeugungen falsch liegen und solche Menschen bauen in mir den Glauben an etwas auf, von dem ich keine Ahnung habe, an etwas, das ich versucht habe mein ganzes Leben lang abzulehnen. Das ist ein Wunder.“ (Kongos)

Am 15. November 2020 wird im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki der 4. Jahrestag der Annahme Jesu Christi als den König und Herrn gefeiert. Um 12.00 Uhr wird von Erzbischof Stanisław Jamrozek die Eucharistie zelebriert. Internet-Übertragung: www.milosierdzie.pl.

Im Heiligtum in Lagiewniki befindet sich eine der ältesten Nekropolen von Krakau – der Klosterfriedhof, der im 19. Jahrhundert im alten Garten der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit erbaut wurde. Dort ruhen die sterblichen Überreste von den Schwestern, Priestern, Absolventinnen des Erziehungszentrums der Kongregation und Personen, die mit dem Kloster in Lagiewniki verbunden waren. Auf diesem Friedhof ruhten 28 Jahre lang die sterblichen Überreste der hl. Faustina. Hier wurden u.a. die Generaloberin Mutter Michaela Moraczewska, Sr. Kaliksta Piekarczyk, die im zweiten Weltkrieg ihr Leben als Opfer für die Erhaltung von Krakau hingegeben hat, M. Ksawera Olszamowska, die ihr Leben für die Einführung in die Kirche des Festes der Barmherzigkeit und die Verbreitung der Botschaft der Barmherzigkeit hingegeben hat sowie andere Schwestern, die ihr Leben in verschiedenen Anliegen aufgeopfert haben, beerdigt. Der Friedhof grenzt an der Südseite an die Basilika und  wird oft von den Pilgern besucht. An der Ostseite (hinter der Basilika) befindet sich ein Soldatenfriedhof des ersten Weltkrieges. Dort befinden sich viele Gräber mit Kreuzen von 266 Soldaten aus 15 europäischen Ländern. In der Zeit des ersten Weltkrieges wurde ein Teil des Anwesens vom Kloster zum Kriegskrankenhaus mit über 1000 Betten. Dort pflegte man Soldaten aus verschiedenen Ländern, die an Typhus, Cholera, Dysenterie, Pocken und Scharlach (Infektionskrankheiten) litten. Einige von Ihnen konnten nicht gerettet werden. Sie starben im Krankenhaus und wurden auf dem Friedhof neben dem Kloster beerdigt.

Solche Frage stellte Schwester Faustina  auf dem Klosterfriedhof  in Krakau-Lagiewniki ihren verstorbenen Mitschwestern, die ihr in den Himmel vorangingen. Damals bekam sie zur Antwort: In dem Maß sind wir glücklich, in dem wir den Willen Gottes erfüllt haben (TB 515 i 518). Nach diesen Worten überlegte die Heilige lange, wie sie den Willen Gottes erfüllt und wie sie die Zeit auf Erden nutzt. Es ist gut, daran zu denken, wenn wir in diesen Tagen die Friedhöfe besuchen werden. Jeder Friedhof verbirgt ungewöhnliche Geschichten von den Menschen, erinnert daran, dass unser Leben vergeht und lädt ein zur Reflexion über Sinn und Ziel. Gott, der das irdische und ewige Glück für jeden Menschen wünscht, erinnert uns mit großer Kraft durch das Leben der hl. Faustina und ihre mystische Erfahrung daran, wo die Ewigkeit ist und wie sie zu erreichen ist.

In der Oktave zu Allerheiligen, vom 1. bis 8. November, werden die Schwestern der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit im Sanktuarium von Krakau-Łagiewniki an einem großen Gebet für ungeborene Kinder teilnehmen. „Durch die Hände Mariens” – so schreiben die Organisatoren – „wollen wir sie willkommen heißen, sie umarmen, sie aufnehmen, ihnen vielleicht sogar einen Namen geben. Wir werden die Kinder, die nicht geboren werden durften, um Vergebung bitten. Das Rosenkranzgebet für dieses Vorhaben findet werktags um 19.00 Uhr und sonntags um 18.30 Uhr statt. Kurze Reflexionen für jeden Gebetstag aus den Werken von Heiligen, Seligen und Dienern Gottes, darunter Johannes Paul II. und der hl. Schwester Faustina, weitere Informationen und Anmeldung unter: www.rozaniecdogranic.pl.

Am 8. November 2020 unterstützt – wie es an jedem achten Tag des Monats üblich ist –  die Gemeinschaft der Schwestern der Mutter Gottes der Barmherzigkeit aus Danzig, Częstochowa Kalisz und Kiekrz mit ihrem Gebet die Ehepaare mit einem Kinderwunsch. 515 davon erwarten bereits ein Kind oder freuen sich gerade über diejenigen, die schon zur Welt kamen. Alle Personen, die möchten, dass die Schwestern der Mutter Gottes der Barmherzigkeit aus Danzig, sie mit ihrem Gebet unterstützen oder für andere Paare beten, können die entsprechenden Namen unter folgender Adresse melden: kontakt@modlitwaopotomstwo.pl oder die Fanpage www.modlitwaopotomstwo.pl  dazu nutzen.

Die Gemeinschaft die „Frau ist göttlich”, P. Andrzej Wiecki – der geistige Begleiter,  sowie die Schwestern der Mutter Gottes der Barmherzigkeit in Danzig laden Ehepaare mit einem Kinderwunsch zur Anbetung mit dem Gebet um die Heilung ein, welches am 8. November um 19.30 Uhr im Heiligtum der Mutter Gottes in Matemblewo stattfindet. Die zeitgleiche On-line-Übertragung können Sie hier verfolgen: www.facebook.com/modlitwaopotomstwo .

Das Projekt „Esperanza” nimmt gemeinsam mit den Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit in Camaguey an den internationalen Tagen des Gebets für das Leben teil. Kuba ist zum ersten Mal in der Geschichte gemeinsam mit 50 weiteren Ländern an den 40 Tagen des Gebets und des Fastens, die für das Beenden der Antreibung in der Welt geopfert werden, beteiligt. Die Aktion dauert bis zum 1. November dieses Jahres.

Der 1. November wird in der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit nicht nur als der Tag, an dem die Kirche alle Heiligen verehrt, sondern auch als Jahrestag der Gründung der Kongregation in Polen gefeiert. An diesem Tag im Jahre 1862 weihte Erzbischof Zygmunt Szczesny Felinski die Kapelle und das erste Haus der Barmherzigkeit in Warschau in der Zytnia-Straße. Die Schwestern denken an diesem Tag auf besondere Weise an die Anfänge der Geschichte der Kongregation. Sie denken an die Gründerin M.Teresa Ewa Sulkowska Gräfin  Potocka, die die Einladung vom Erzbischof annahm und nach Warschau kam, um den  „moralisch gefallenen” Frauen bei der Rückkehr in ein neues Leben zu helfen, indem sie ein Werk – Haus der Barmherzigkeit – gegründet hat. Die Inspiration und das Vorbild suchte sie in Laval (Frankreich). Zusammen mit der ganzen Kirche verehren die Schwestern auch alle, die das Ziel des Lebens – die Vereinigung mit Gott in Ewigkeit – erreicht haben. Unter ihnen befindet sich auch die in der ganzen Welt bekannte Apostelin der Barmherzigkeit Gottes, die hl. Faustina Kowalska – die geistige Mitgründerin der Kongregation, der hl. Erzbischof Zygmunt Szczesny Felinski, sowie die verstorbenen Schwestern und Absolventinnen. Auch Apostel der Barmherzigkeit Gottes vom Verein „Faustinum”, die an der Mission der Kongregation durch das Lebenszeugnis, die Tat, das Wort und das Gebet teilgenommen haben. Alle Schwestern danken für das „Gestern“ der Kongregation, vertrauen der Barmherzigkeit Gottes ihr „Jetzt“ und die „Zukunft“ an, damit in der Kongregation alle Pläne Gottes erfüllt werden.

Am Fest Allerheiligen verehrt die Kirche nicht nur diejenigen, die Selig- oder Heiliggesprochen wurden und deren Namen und Geschichten bekannt sind, sondern auch Priester, Personen des geweihten Lebens und Laien, die das Ziel des Lebens – die Vereinigung mit Gott in Liebe in Ewigkeit erreicht haben. Es gibt viel mehr Heilige, die unter uns leben, als es scheint. Davon zeugt auch die Geschichte der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit, die nicht nur auf die hl. Faustina Kowalska stolz ist. Innerhalb von 150 Jahren des apostolischen Wirkens der Kongregation gab es viele Personen, die die Geschichte „mitgeschrieben“ haben. Einige von ihnen wurden durch die Kirche selig- oder heiliggesprochen. Unter ihnen sind u.a. der hl. Erzbischof Zygmunt Szczesny Felinski, der am Anfang der Kongregation stand; der hl. Johannes Paul II., der so oft in Lagiewniki war. Er hat Schwester Faustina selig- und heiliggesprochen und hat auf diese Weise viel für die Verbreitung der Botschaft der Barmherzigkeit getant. Der sel. Bischof Julian Nowowiejski, der die Schwestern nach Plock eingeladen hat und die erste Geschichte der Kongregation schrieb; der sel.  Jan Balicki, der das Wirken der Kongregation in Przemysl begonnen hat und 3 Jahre lang den Schwestern und Mädchen geholfen hat; die sel. Maria Karwowska, die im Kloster in Lagiewniki ihre Ausbildung absolviert hat; der sel. P. Michal Sopocko – Wilnaer Beichtvater des Klosters in Antokol und Seelenführer der hl. Faustina. Es gilt auch die Kandidaten zur Seligsprechung zu erwähnen, wie z.B. die Beichtväter im Kloster in Lagiewniki: den Diener Gottes P. Wojciech Baudiss SJ, P. Bernard Lubienski (Redemptorist), P. Stanislaw Bednarski SJ,  P. Stanislaw Podolenski SJ, P. Marian Morawski SJ, P. Josef Cyrek SJ und P. Jacek Woroniecki OP. Auch heute leben unter uns viele Heilige – Menschen, die von der barmherzigen Liebe Jesu fasziniert sind und in seiner Sendung der Welt das Geheimnis der Barmherzigkeit verkünden.

Aufgrund der hohen Anzahl von Besuchern der Seite www.faustyna.pl aus Polen und aus vielen Ländern der Welt und um die Nutzung der Seite zu erleichtern, hat die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit entschieden, die Seiten auf neue und stärkere Server zu übertragen.

Im Zuge dessen wurden die Namen der unterschiedlichen Sprachseiten folgendermaßen verändert:

Seite auf Englisch: www.saint-faustina.org

Seite auf Spanisch: www.santafaustina.es

Seite auf Italienisch: www.suorfaustina.it

Seite auf Französisch: www.soeurfaustine.fr

Seite auf Deutsch: www.heiligefaustina.de

Seite auf Russisch: www.Фаустина.рф

Der Zugriff auf die jeweilige Sprachseiten erfolgt über diese Adressen sowie über www.faustyna.pl oder über jede andere Sprachseite durch Klicken auf das entsprechende Flaggensymbol. Wir danken allen IT-Spezialisten, Mitarbeitern und Spendern für ihren Dienst an diesem Werk der Verkündigung der Botschaft der Barmherzigkeit. Gemeinsam mit den Internetnutzern bilden wir eine Gemeinschaft, die durch die barmherzige Liebe Gottes verbunden ist.

Diese Worte des hl. Johannes Paul II. richten wir an alle Spender und Wohltäter der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit, denn durch ihre Spenden und ihr persönliches Engagement in dieser apostolischen Aufgaben, verkünden sie der Welt die Botschaft der Barmherzigkeit, die Jesus der hl. Faustina übermittelte. Ganz besonders bedanken wir uns bei denjenigen, die Internetseite und andere Werke (wie z.B. das Gebet „Barmherzigkeitsrosenkranz für die Sterbenden” sowie auch die On-line-Übertragung aus der Kapelle im Heiligtum in Krakau-Lagiewniki) unterstützen. Für alle Spender und Wohltäter beten wir täglich durch die Fürsprache der hl. Faustina.

 

 

Nach der Sommerpause findet jeden Sonntag um 12:00 Uhr wieder die Heilige Messe auf Englisch für in Krakau lebende Ausländer, Pilger und Internetnutzer statt. Die Messe wird im Sanktuarium in Krakau-Łagiewniki vor dem gnadenreichen Bild des Barmherzigen Jesus und am Grab der Heiligen Schwester Faustina gefeiert und online übertragen auf faustyna.pl, im YouTube-Kanal Faustyna.pl und in der App Faustyna.pl.

Im Leben der Kirche in Polen ist die schöne Tradition der Rosenkranzandachten im Monat Oktober  tief verwurzelt. Diese werden in jeder Kirche, in den Kapellen und geistlichen Gemeinschaften gebetet. Im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Lagiewniki findet die Andacht in der Kapelle mit dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der hl. Faustina täglich um 19.00 Uhr statt. An Sonntagen sowie am Herz-Jesu-Freitag um 18.30 Uhr. Die Gebete in Krakau-Lagiewniki sind auch online auf der Internetseite www.faustyna.pl zu verfolgen.

Menschen aus vielen Ländern der Welt, die an dem Werk des „Ständigen Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes” teilnehmen, beten nicht nur für eigene Anliegen, sondern auch für „Erbarmen für uns und für die ganze Welt“. Die Intention für Oktober: für Glauben und Liebe in den Familien und für die Versöhnung der zerbrochenen Ehen

Das Werk des „Ständigen Rosenkranz” ist die Antwort auf die Bitte Jesu, ständig um „Barmherzigkeit für uns und für die ganze Welt” zu flehen. Es wird von der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit auf der Seite www.faustyna.pl seit 2011 geleitet. An dem Gebet kann jeder Internetnutzer teilnehmen, der das kurze Anmeldeformular ausfüllt und dich deklariert, mindestens einmal den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes, den Jesus der Heiligen Schwester Faustina diktierte, zu beten.

Der nächste Gebetsabend „22“ in Łagiewniki, also das monatlische Treffen von Jugendlichen im Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki, findet am 22. Oktober statt. In diesem Jahr treffen sich die jungen Menschen um 19 Uhr zum Lobpreis der Barmherzigkeit Gottes vor dem Gnadenbild des barmherzigen Jesus und dem Grab der Heiligen Schwester Faustina. Diejenigen, die nicht persönlich nach Łagiewniki kommen können, haben die Möglichkeit über die Internetseite www.faustyna.pl teilzunehmen.

Am 22. Oktober 2020 findet im Nationalen Sanktuarium des hl. Johannes Paul II. in Washington ein „Abend mit dem Barmherzigen Jesus“ statt. Da es der Tag des liturgischen Gedenktages von Johannes Paul II. ist, wird das Treffen unter Teilnahme der Gläubigen stattfinden (nicht virtuell, wie bisher aufgrund der Pandemie) und wird von den Schwestern der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit aus Washington geleitet. Die Konferenz über den hl. Johannes Paul II. wird Schwester Gaudia halten, die zeigen wollen wird, wie der Papst mit seinem Leben und seiner Lehre den barmherzigen Vater angenähert hat. Für die musikalische Umrahmung des Gebetes sorgt Michael Corsini, ein mit dem Sanktuarium und den Schwestern angefreundeter Künstler aus der Nähe von New York. Das Treffen beginnt um 19.00 Uhr vor dem Bild des barmherzigen Jesus mit den Worten des Barmherzigkeitsrosenkranzes.

Vom 12. bis 20. Oktober 2020 finden im Kloster der Kongregation der Mutter Gottes der Barmherzigkeit im Heiligtum in Krakau-Lagiewniki 8-tägige Exerzitien statt. Deswegen werden in diesen Tagen auf der Internetseite: www.faustyna.pl keine neuen Nachrichten und Fotos in der Galerie erscheinen. Die anderen Werke und das Gebet für alle Mitarbeiter und Besucher der Seite im Internet und im App: Faustyna.pl funktionieren weiterhin.

Aus der Initiative u.a. von den Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit findet am 15. Oktober, dem liturgischen Gedenktag der hl. Teresa von Ávila, im Sanktuarium der Königin der Familien in Szczucińsk ein Gebetstag im Anliegen der Frauen statt. Titel des Treffens ist: „Nicht die schöne ist schön, sondern die geliebte ist schön“ (kasachisches Sprichwort). Ziel des Treffens ist das Gebet für alle Frauen, vor allem für Opfer von psychischer und physischer Gewalt sowie zur Vergeltung der Sünden, die an Frauen und durch Frauen begangen worden sind, für die Verachtung Seiner Gaben, vor allem der Gabe des menschlichen Körpers und der Menschenwürde. Das Programm beinhaltet die ganztägige Aussetzung des Allerheiligsten, die Eucharistiefeier, eine Konferenz von Schwester Anastasis der Gemeinschaft der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit in Kasachstan unter dem Titel „Frau – wer BIST DU?“ und zum Thema der Rolle der Frau im Plan von Gottes Barmherzigkeit, das Gebet in der Barmherzigkeitsstunde, der Kreuzweg, der Rosenkranz, das Gebet um Vergebung und das Lobpreisgebet.